Wie in meinem Wochenrückblick ja schon beschrieben waren wir letztens Tauchen. Genauer gesagt auf einer kleinen Kurzreise mit unserem Taucherclub in den Seen in SachsenAnhalt. Und das bedeutete
insgesamt 6 Tauchgänge an zwei verschiedenen Seen. Der Goitzschesee und
dem Gremminer See. Viel Fisch haben wir dabei nicht gesehen, aber dafür
den Umgang mit dem Kompass geübt und sogar einen Nachttauchgang gemacht. Vor allem die klare Sicht und der Unterwasserwald im
Gremminersee waren toll. Die Bäume unter Wasser waren voller Muscheln
und zwischendrin sogar kleine Süßwasser Quallen. Es war eine wirklich
klasse Tour mit neuen Leuten und das Wetter hat auch super gehalten! Immer wieder hat sich die Sonne durch geschoben und war dann auch richtig warm.
Nur das rechnen unter Wasser ist gar nicht so leicht! Als ich einen Dreieckskurs schwimmen sollte, war ich so durcheinander und hab keine 120Grad addieren können. Ich bin dann mehr durch Zufall auf direktem 180 Umkehrkurs gelandet, so dass das von unserem Tauchlehrer dann trotzdem irgendwie anerkannt wurde. Und ich meine die Übung macht den Meister. Die Theorie haben wir nun im Kopf und in Zukunft, wenn wir irgendwann mal einen Kompass haben, wird man den Unterwasser auch öfter verwenden.
Der Nachttauchgang war für uns etwas schwierig. Wir hatten Lampen ausgeliehen bekommen, die leider nur Funzeln waren. Zum Glück waren wir zu dem Zeitpunkt in einer großen Gruppe unterwegs und die anderen hatten ordentliches Licht und haben alles angeleuchtet, was sie finden konnten. Wirklich anlocken ließen sich die Fische aber leider auch nicht. Sie schliefen lieber auf dem Dach von einem versenkten Wohnwaagen.
Von Leipzig aus waren wir dann auch nochmal allein Tauchen. Also geführt tauchen, denn wir dachten die Tauchlehrer vor Ort kennen besser die Plätze, an denen man Fisch findet. Allerdings hätte man das im Kulkwitzer See bei Leipzig gar nicht gebraucht. Die Sicht war klasse und direkt beim Einstieg waren wir von einem Schwarm umgeben und schwimmt man vorbei an Seegraswiesen, ist man ebenfalls fast die ganze Zeit umringt von Schwärmen von Flussbarschen und anderen, von mir noch nicht eindeutig zugeordneten Fischen. Etwas tiefer kann man dann mehrere große Spiegelkarpfen sehen. Die waren aus unserer Sicht riesig. Und ich hab sogar Glück. Mein schatz hat ihn nicht gesehen, aber ich hab einen Vogel durchs Wasser blitzen sehen, der nach Fisch getaucht ist und danach wieder an der Wasseroberfläche auftauchte. Der sah aus wie ein kleiner Pinguin von weitem. Total Cool. Diesen See kann ich echt nur empfehlen. Und Leipzig ja sowieso ;) Ist quasi schon fest gebucht im nächsten Jahr ;) mit mehr als nur einem Tauchgang.
Aber bald ist es für mich echt zu kalt im Wasser. Die 64min im kulki waren irgendwann grenzwertig. man hat zwar noch nicht komplett gefroren, aber die Händer wurden kühler und man war froh als man sich in seine warmen Klamotten einpacken konnte. Ich fürchte nur einen Nachttauchgang werden wir dieses Jahr noch machen müssen in einem See. Da sollte ich dann vielleicht doch auf die dickeren handschuhe bestehen ;)
